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Kreuzfahrt Südsee

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5 Becher Iso, 2 Becher Tee, Erdbeerkuchen und Pommes mit Cola, - Bellheim 2008

Diese Menge verdrückte ich nach meiner Zielankunft und ich benötigte dies wirklich alles. Aber von Anfang an.

Die Anfahrt zeigte schon, dass mit großen Anstiegen wahrlich nicht zu rechnen war. Flach ist hier die Devise und wirklich waren auf den gesamten 25km nur ca. 50 Hm zu bewältigen.

Das Thermometer zeigte stolze 27° und das um 18.00 Uhr! Also viel zu warm für gute Zeiten, aber ein Tempodauerlauf sollte es schon werden. Ich hatte mich ja mit „Marathonmädchen Doris“ verabredet um gemeinsam diesen Lauf zu bestreiten. Da wir beide den HM in ca. 1:39 laufen wäre dass eine gute Unterstützung für den jeweiligen anderen. Wir, Pia die mich zu meiner besonderen Freude dieses Mal begleitete und ich, waren pünktlich am Treffpunkt. Ich holte mir gerade die Startunterlagen ab, da wurde meine Frau angesprochen: Sag mal, heißt dein Mann Martin? Doris hatte uns gefunden. Auch „Palatino“ kam noch dazu musste aber leider gleich wieder weg.

Nach kurzem Warmlaufen bei dem sich meine schlechte Form bewahrheitete, traf ich mich mit Doris kurz vorm Start wieder. Ihr Mann lief auch mit. ist aber viel schneller als wir.

Peng, etwas überrascht ging es schon los. War es schon 19.00 Uhr? Muss wohl o gewesen sein. Wir waren ziemlich weit vorne um nicht gleich auf den ersten Kilometern ausgebremst zu werden. Trotzdem verloren wir auf dem ersten Kilometer ca. 15 Sekunden. Aber die Strecke war lange genug um diese Zeit wieder raus zu holen.

Ca. 1000 Starter waren am Start und da Feld noch dicht gedrängt als die ersten Kilometer in einer Schleife durch Bellheim verliefen. Unser Schnitt lag nun deutlich besser, da das Feld langsam auseinander gezogen wurde.

Dann ging es aus dem Ort raus auf die Landstraße. Ich war überrascht wie leicht ich das Tempo halten konnte. Ich atmetet nicht schwer, die Beine waren locker –es lief. Leider nicht bei Doris. Sie bekam immer massivere Magenprobleme. Wir liefen etwas langsamer aber es wurde nicht besser. So musste sie bei ca. 9,5 km aufgeben was mir sehr leid tat, denn ich wusste ohne einen Partner würde es schwer werden. Ich gab auf den nächsten beiden Kilometern Gas und lief beide in 4:39 und war wieder in meinem Soll. Durchgangszeit bei 10 km : 48:10

Nun war der Wind aber ziemlich stark. Auf der einen Seite kühlte er etwas, denn es war immer noch sehr warm (über 25° auf der anderen Seite ist Gegenwind für das tempo nicht so toll. Zum Glück fand ich eine Gruppe in der wir uns mit der Führungsarbeit abwechselten. Das komische war- alle von uns hatten gelbe Oberteile. Viel so richtig auf. Der nächste Ort kam- Westheim und die Hälfte der strecke war geschafft. Es ging immer noch. Als Gruppe liefen wir durch den Ort und Mann, ich kam mir richtig profihaft vor als wir so durch den Ort rannten.

Anschließend aber zog sich die Gruppe auseinander. Es folgte Lustadt und Zeiskam, zwei weitere Orte, jeweils getrennt durch die Landstraße Auf diesem Streckenabschnitt verlor ich etwas Zeit. So langsam könnte da Ziel kommen, aber es waren ja erst 19 km in

Zeiskam geschafft. Aha dachte ich jetzt kommt der Tiefpunkt. Kein direkter Läufer vor mir, alle zu weit weg, keiner direkt hinter mir- ich spürte deutlich wie die Körperspannung nach lies. Ich sackte in mich. Vielleicht nicht äußerlich sichtbar aber für mich deutlich spürbar. Bei jedem Kilometer musste ich nun kämpfen um  nicht zu viel Zeit zu verlieren

Bei km 20 zeigte die Uhr trotzdem noch 1:36 an, eine für mich gute Zeit. Nun wurde es zäh. Dutzende Schwämme hatte ich über mir ausgedrückt, Becherweise Wasser mir übergeleert, trotzdem wurde ich müde. Die Körperspannung war de Facto nicht mehr vorhanden, der Schritt nicht mehr kraftvoll sondern verkrampft. Wann kommt endlich das nächste Kilometerschild? 21,22.23 nur noch 2km. Und ich will dieses Jahr noch zwei Marathons laufen? Also noch mal fast 19km? Kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Endlich das 24iger Schild ! Nur noch ein Kilometer. Sagte ich nur noch? Ich versuchte, nachdem ich beim letzten Kilometer zum ersten Mal über 5min/km blieb, noch etwas zuzulegen. Nun waren auch endlich die versprochenen Fackeln zu sehen. Links und rechts standen sie am Straßenrand, ein wunderbares Bild, dass ich aber gar nicht so richtig genießen konnte.

Die letzte Biegung, noch ca. 200m. Das Ziel hell erleuchtet. Einer vor mir, ca. 30m. Geht noch was? Ich gab alles rannte wirklich wie bei einem 100m Lauf und 5m vor dem Zielkanal überholte ich ihn noch. Im Ziel !!! Ich drückte die Uhr. 2:00:43 !

Fast eine Punktlandung. Alles unter 2:05 war gut für mich. Zwei Stunden ein Traum und gut für den Kopf, wenn es darum geht im Herbst die 3:30 in Frankfurt zu unterbieten. Und das hatte ich fast geschafft

Tot. Oder zumindest fast so fühlte ich mich. Der Spurt hat so richtig Kraft gekostet. Durst, unbändiger Durst quälte mich. Aber der Stand war auf der anderen Seite, riesige Entfernungen lagen dazwischen. Mindestens 10-15m. Also erst mal ausruhen. Gut und jetzt rüber. Ein Becher Iso-Gedöns, dann noch einer, ein dritter ex und weg. Dann ein Becher Tee, nicht so toll .Also wieder Iso. Nach zwei weiteren Bechern ging es mir langsam besser. Pia kam und gratulierte mir. sie hat mich bei der letzten Kurve gesehen und ein Bild machen können.

Zusammen gingen wir in den Hof der schule wo unheimlich viele Leute waren. Fast wie ein Dorffest. Es gab Kuchen, Pommes, Würste Getränke aller Art. Zuerst ein Stück Erdbeertorte und eine Tasse Kaffe, danach ein Portion Pommes und eine Cola- jetzt war alles wieder gut. Bis auf die wundgescheuerten Brustwarzen und die wunden Stellen unter den Achseln. Verursacht durch das viele Wasser und die dadurch total durchnässte Klamotten.

Was mich ein bisschen verwunderte war meine offizielle Zeit. 2:01:40. Ich bin mir sicher richtig gestartet zu sein und die Uhr gedrückt zu haben. Auch mein Freund Hans der nach mir ins Ziel kam hatte einen Unterschied von über einer Minute zu seiner gestoppten Zeit. Ich meine hier nicht Brutto oder Nettezeit. Wir drückten beide beim Startschuss. Seltsam, aber auch nicht wirklich wichtig. Ich für mich rechne mit meiner gestoppten Zeit.

Alles in allem kann ich den Lauf wirklich nur empfehlen. Tolles Ambiente, sehr gute Orga, reichlich gutes und günstiges Essen und ein tolle Atmosphäre.

Zuhause angekommen (gegen 23.00Uhr) aß ich schnell noch zwei weitere Stückchen Kuchen, man muss ja dem Unterzucker vorbeugen. Mit Schlafen war aber noch nichts. Ich musste erst noch meine Tochter um 1.00 Uhr in Eppenbrunn abholen. Da die Straße dorthin aber wegen eines Unfalls gesperrt war, dauerte es über eine Stunde bis ich wieder zu Hause war.

Endlich gegen 2:30 ging ich dann schlafen.

Heute Mittag radelten wir dann noch ca. 1,5 Stunden, gemütlich, die Seele dabei baumeln gelassen, herrlich. Jetzt werde ich noch zu Hans fahren und bei Ihm den Bericht in meinen Blog stellen, denn Internet geht ja vor frühestens Morgen Mittag nicht.

Was mir gestern wieder gezeigt wurde ist, dass Wettkämpfe ihre eigenen Regeln haben. Diese Woche noch nach 6 km im Renntempo fix und fertig, konnte ich das Tempo gestern über weite Strecken problemlos halten. So kann es weiter gehen, äh laufen

Meine Kilometersplitts :

Die letzte Biegung vor dem Ziel. Leider etwa unscharf, aber es war viel dunkler als man es hier sieht .

Nach dem Lauf im Schulhof :

Das Ziel im Dunkel :

3.8.08 19:46


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Freud und Leid

Liegen leider oft viel zu eng zusammen. Und ich meine richtiges Leid, nicht ein schlechter Lauf oder ein paar Kilometersplitts die nicht so gut waren. In meinem letzten Beitrag nach dem Lauf erwähnte ich doch, dass ich Samstag Nacht noch meine Tochter von einem Fest holte und ich dabei einen Umweg fahren musste. Ein Unfall hatte sich ereignet und die Straße deswegen gesperrt.

Heute erfuhren wir genaueres. Ein 19jähriger fuhr mit seinem Auto, in dem seine Freundin und ein befreundetes  Paar saßen,  ebenfalls vom Fest kommend,  viel zu schnell auf regenasser Straße, kam nicht mehr um die Kurve, schleuderte und stieß auf ein entgegenkommendes Auto. Das eine Mädchen auf der Rückbank wurde  herausgeschleudert und war sofort tot. Sie wäre nächste Woche 18 geworden. Die Beifahrerin und Freundin des Fahrers wurde so schwer verletzt, dass sie wohl querschnittsgelähmt bleiben wird. Der Fahrer selbst wurde leicht verletzt sowie der entgegenkommende Fahrer, ebenfalls noch keine 20. Während Hunderte feierten, kämpften andere nur ein paar Kilometer entfernt um ihr Leben.

Heute war der erste Schultag nach den Ferien. Das Mädchen das starb, sowie diejenige die wohl nie mehr laufen wird, waren alle in der Schule, ja sogar in derselben Jahrgangsstufe wie meine Tochter. Sie kannte beide.

Ich kann mir nicht vorstellen, was die Eltern der beiden durchmachen müssen. Hätte Alisha angerufen und gesagt, sie würde mit einem Freund vom Fest heimfahren, hätte ich nicht zugestimmt? 

Heute Morgen brannte eine weiße Kerze in der Schule, ohne Namen.  Die Mutter des Mädchens wurde in die Psychiatrie eingeliefert, der Fahrer des Unglücksautos ebenso. Selbstmordgefahr.

Ein Pfarrer sprach ein paar Worte in der Schule, alle waren bestürzt, viele weinten. Ob der Schmerz der Angehörigen jemals nachlässt?

5.8.08 00:35


Du Hast zu viele Shirts!

Immer wieder höre ich diese Worte. Ausgesprochen von meiner doch „besten Ehefrau von allen“. Aber hier irrt sie sich! Jawohl! Kann man denn überhaupt zu viele davon haben ? Und soll man sich wirklich von seinen heiß geliebten Design –freien, so mühsam erkämpften Sieger oder doch wenigstens Teilnahmeshirts trennen?  Oder die alten aber noch guten Teile, mit denen man so viel erlebt hat einfach so entsorgen? Und was heißt eigentlich zu viel?

Heute Morgen habe ich mal still und heimlich nachgezählt. Also nur die im Schrank natürlich, und nur die die am Kleiderbügel hängen, die anderen zählen nicht. Und … es waren nicht viele. Nur ein paar. So um die 40. Und davon sind bestimmt auch noch 15 Singlets und die zählen ja eigentlich auch nicht. Ich denke 40 sind das mindeste was man haben sollte. Was sollte ich denn zur Arbeit sonst anziehen? Ich brauche keine Krawatte, habe sowieso fast immer warm, freiere selten. Was zum Laufen anziehen, was am Montag Morgen, was wenn auf einmal die Waschmaschine nicht mehr funktionieren würde? Was wenn es überhaupt keine mehr geben würde? Um die wenigen die ich habe unter zu bringen habe ich extra eine zweite Stange im Kleiderschrank angebracht, über der anderen. So kann ich oben die Shirts und unten den Rest aufhängen. Ganz unten im Schrank ist auch noch was. So ein  Haufen. Müssen Kleider sein die irgendwann mal runter gefallen sind. Oder sonst was. Ich trau mich da nicht ran. Vielleicht lieg tja da eins von meinen allerliebsten Shirts drin, welches ich schon Jahre vermisse und ich könnte nicht mehr mit dem Gedanken leben, dass es so alleine dahin vegetieren musste.

Natürlich habe ich noch einen kleinen Stapel für Notfälle. Da liegen dann die Shirts die nicht mehr ganz so toll sind, oder „etwas“ älter, oder die man anzieht wenn man dreckig wird, beim renovieren z.B. Oder nachts, wenn es plötzlich kalt wird.

Ich habe jetzt auch umgeräumt. Habe meine Socken, alle durchgeschaut, manche in den Sockenhimmel gehen lassen. Für die brauchte ich auch mehr Platz. Belegen jetzt 2 Schubladen in meinem Nachttisch. Das heißt eher sind es drei, aber die dritte Schublade ist in einem Sideboard und das zählt nicht. Und überhaupt, kann man denn zu viele Socken haben?

Und Laufschuhe ? Wann sind einige - zu viele ? Man soll doch wechseln. Und die alten gut gedienten, mit denen man über hunderte von Kilometern durch dick und dünn gelaufen ist- soll man sie dem Schicksal überlassen ? Ich meine, man kann sie ja noch nutzen, na ja vielleicht nicht heute, aber vielleicht morgen, wenn es richtig fieses Wetter da draußen ist. Aber dafür habe ich ja meine Asics- Trail. Mmhh aber trotzdem ich hebe sie einafch mal besser auf!

Warum ich in den letzten zwei Tagen nichts über das Laufen geschrieben habe? Nun ich bin nicht gelaufen. Habe mich ausgeruht, oder wollte es. Denn am Montag habe ich von 9 -13.00 Uhr mit Hotlines telefoniert, Router angeschlossen, Modems IP Adressen zugeordnet usw. und heute von 10.00 Uhr bis 13,00 Uhr. Der Erfolg ?

Alisha kann mit ihrem neuen Laptop nun kabellos ins Internet. Allerdings kann mein PC das noch überhaupt nicht, weder mit Kabel noch ohne. Scheint doch noch mehr kaputt gegangen sein. Zum Glück habe ich Spätschicht und kann das Laptop abends(nachts) nutzen.

Ich hoffe, dass ich Morgen weiter komme, aber vor allem will ich Morgen wieder laufen. Mit frischem Shirt und frischen Socken!!

6.8.08 01:03


Weichei-Nachrichten

Ich piense! Was das ist ? nun die Pfälzer unter uns verstehen es und für die anderen sag ich mal so : Weichei, Zebrabremser, Warmduscher sind alles Pienser ! Also Personen die sich zieren etwas zu machen , das evtl. ein bisschen unangenehm sein könnte.

Und so auch ich heute. Ich laufe nämlich nicht heute. Es regnet und ich will nicht! Gestern bei 32° mit dem rad zur Arbeit gefahren, dort total durchschwitzt angekommen, dann um 23.00 Uhr zurück gefahren, bei teilweise heftigem Regen für den ich „perfekt“ angezogen war (Short, Singlet), dazu wieder das ab und zu ausfallende Licht am Rad –mir reichte es. Obwohl hat auch Spaß gemacht, es war wie beim Laufen- bist du erst mal nass, ist es eh egal und so wurde es sogar einen neue Heimfahr-Bestzeit.

Aber heute Morgen? Nee! Da geh ich lieber zu Lidl, hole mir endlich eine Batterieleuchte fürs Rad, räume ein bisschen auf und setzte ein paar Sachen in Ebay.

Schlechtes Gewissen plagt mich. Bin auch nur ein Mal diese Woche gelaufen, bei natürlich tropischen Temperaturen und ebenso natürlich um die Mittagszeit. Waren nur 9 wellige km, aber ich war tot als ich ankam. Aber Morgen! Morgen laufe ich! Und am Sonntag mit Hans und wenn es nicht 30 km gibt, dann könnt ihr euch über mich so richtig genüsslich lustig machen! Jawohl !

Aber eine gute Nachricht gibt es: Ich bin nun wieder komplett online! Alles funktioniert soweit und was nicht wird nächste Woche bei Atelco repariert, hoffe ich.

Und ich muss ein Lob loswerden. Ich hatte ja diese Woche verschiedene Hotlines am Ohr. Eine habe ich besonders genutzt, ein Freeall –Nummer meines Routerherstellers (Router ist so ein Ding, das ermöglicht, dass mehrere PC in das Internet gehen können). Zwei mal habe ich eine Stunde mit denen telefoniert, immer war der Techniker freundlich, zuvorkommend. Und als ich es hinbekommen habe, es war eigentlich alles  geklärt, ruft mich doch die Firma gestern noch mal an und fragt, ob auch wirklich alles ok ist und ob ich noch irgendwelche fragen hätte. Wow, das hatte weder ich noch meine Frau irgendwann mal erlebt! Das ist wirklich Service am Kunden und deswegen kann ich auch die Firma  Linksys  nur empfehlen und tue dies nun auch hiermit. Denn Service ist für mich ab sofort ein wichtigerer Punkt beim Kauf.
8.8.08 12:03


Ein bisschen Laufen wie Forrest Gump und neuer Rekord

Nach der ziemlich verkorksten (Lauf)Woche, galt es mal wieder einen guten Lauf hinzukriegen. 30km sollten es heute sein. Hans hatte sich eine Strecke überlegt die von mir (Fehrbach)bis zur Langmühle gehen sollte, also der Start nördlich von Pirmasens und das Ziel südlich davon. Warum nicht, endlich mal kein Hin und Zurück.

Wir starteten um 10.00 Uhr das Wetter war ok, 22° und leicht bewölkt. Aber anstatt locker los zu laufen waren die Beine schwer wie Blei. Ich konnte kaum einen 6er Schnitt hinbekommen. Nun waren die ersten 5km ja auch nicht sooo schön, führten sie doch erst durch Pirmasens bevor wir nach ca 5,5km in den Wald, genauer dem Sommerwald, kamen.

So langsam wurde es besser, die Beine erinnerten sich wohl daran ,dass sie auch mal laufen konnten und das ständig wechselnde auf und ab, wobei es am Anfang deutlich mehr bergab gab, tat ihnen und mir gut. Über Münchweiler und nach einer kurzen Trinkpause an der Tankstelle „Ständehof“, liefen wir über Ruppertsweiler, nach Lemberg hoch. Und, welche Wunder, mir ging es so richtig saugut! Obwohl der Anstieg nicht von schlechten Eltern ist und wir bestimmt schon 18km hinter uns hatten, lief ich dort hoch als ob es eben wäre.

Sogleich ging es nun aber wieder bergab. Wir folgten dem neu angelegten Radweg bogen dann aber nicht nach der Langmühle ab, sondern liefen bis zur B10. Noch immer war ich kein bisschen müde, ganz im Gegensatz zum Lauf am Mittwoch. Nun bogen wir rechts ab und liefen im Tal an einem wirklich romantischen Bach entlang zur Mühle. Bis hierher waren es 24km. Hans hatte leider Probleme mit den Knien und glaubte nicht, die restlichen 6km laufen zu können. Er begleitete mich noch ein Stück, lief aber dann zurück zum Auto, während ich weiter zur Glashütte, dem nächsten Dorf lief. Ich erhöhte das Tempo nun auf 5:15- 5:30/km und schon wurde es beschwerlicher, aber nicht sonderlich. Ich dachte unweigerlich an die Szene in Forrest Gumpp auf dem Highway lief und einfach immer weiter lief. Und so ein ganz klein bisschen fühlte ich mich auch so. Einfach laufen ohen nachzudenken.

Nach 28km fuhr Hans mit seinem Wagen vorbei und fragte nach. Ich bat ihn noch 2km weiter zu fahren, damit ich meine 30km voll bekommen würde und dort auf mich zu warten. Nach einer kurzen Erfrischung am Dorfbrunnen lief ich aus dem Ort heraus, Richtung Eppenbrunn. Und wie bestellt stand Hans nach 30km am Wegesrand und wartete auf mich. Ein echter Freund halt. Und er machte heute Photos von mir, die mir richtig gut gefallen haben. Für die 30,5km und 365 Höhenmetern brauchte ich so um die 2:55, wobei ich die letzten Kilometer deutlich schneller lief. Und… ich fühlte mich so gut, dass ich ohne Probleme noch einige Kilometer weiter laufen gekonnt hätte, was mich besonders freute.

Und wo war der Rekord?

Den gab es heute Abend. Ich war eigentlich noch ganz fit. Pia hatte heute Morgen eine Stunde Spinning hinter sich und ich 30km. Trotzdem beschlossen wir noch ein bisschen zu laufen. Und es kam die zweite Überraschung für heute. Pia lief und lief. Wurde nicht müde. Obwohl nach dem ersten langsamen Kilometer (den brauch sie zum einlaufen) wir unter 7min/km liefen. Sie bemerkte selbst, dass es so richtig gut ging und wollte 6km laufen. Aber nach 6 Kilometern war sie immer noch fit und wir liefen den siebten. Ein kurzer Blick und ich wusste heute war ihr Tag. Noch ein Kilometer. Sie war bisher noch nie weiter als 7km gelaufen und noch nie länger als 45 Minuten. Heute lief sie ohne Probleme 8,4 Kilometer und eine Stunde am Stück. Es wären sicher noch mehr geworden, aber erstens hatten wir zu Hause einen brasilianischen Rahmbraten im Ofen und zweitens waren unsere Hasen im Freigehege und es begann zu tröpfeln. Aber auch so waren wir beide richtig happy.

Sie hatte einen klasse Lauf und einen neuen Rekord der auf mehr hoffen lässt und ich hatte einen herrlichen Lauf heute Morgen und heute Abend mit insgesamt 39km und fühle mich zum ersten Mal wieder für einen Marathon, wenigstens ein bisschen, vorbereitet. Und ich habeja  noch ein paar Wochen Zeit, in denen ich hoffentlich gut trainieren kann, denn es warten 650 Höhenmeter auf den 42,2 km auf mich!

Auf dem neuen Radweg bei Lemberg:

 

 

 

Am Ziel nach 30km

 

 

 

Mir ging es einfach saugut heute :

 

 

Am Bach entlang

 

 

10.8.08 23:41


Nicht von dieser Welt…

 

Sind scheinbar die Läuferinnen die soeben den 10000 m Lauf in Olympia gelaufen sind. Wie kann man nur so schnell, so ästhetisch laufen? Wie kann man nach 9600 m, noch die letzte Runde unter 60 Sekunden laufen? Wie überhaupt für die 10km unter 30 Minuten brauchen? Unvorstellbar, aber herrlich anzusehen und eine kleine Motivationshilfe für die nächsten Tempoeinheiten.

Was war noch los in dieser Woche? 

 Außer jeder Menge Arbeit auch schöne Läufe. Da war z.B. der Lauf am Dienstag. Trotz leichtem Nieselregen (den ich eigentlich gerne mag) trabten Pia und ich 7,5 km. Die Strecke war nicht einfach, folgte doch nach ca. 2km eine lange Steigung, die dann ab der Mitte wieder genau so lange wieder bergab ging. Was auch logisch ist, denn es war eine Strecke die wie ein Nadelöhr aufgebaut war. Also zuerst gerade, dann eine Schleife und anschließend wieder die Gerade zurück. Aber sie hielt tapfer durch.

Gestern nun zog ich mich schon in der Firma um. IDenn ich weiß, bin ich erst mal zu Hause, fällt es sehr schwer die Laufschuhe an zu ziehen.

Bergtraining stand auf dem Plan, wohl wissend, dass der Pfälzerwaldmarathon wieder sehr hart wird. Zuerst ca. 2km bergab zum einlaufen, dann auf der anderen Seite des Tals wieder 1,7 km bergauf. Gab keine Probleme, denn die paar Höhenmeter sind gut zu laufen, jedenfalls konnte ich relativ locker zwischen 6:30und 7min/km laufen.

Oben angekommen gleich wieder runter und unten im Tal wieder gleich eine kürzere aber steilere Steigung hoch. Die ist aber nun wirklich fies. Voller Geröll, ausgewaschen und so steil, dass man eigentlich unbedingt gehen will. Aber nichts da! Schweinehund ab in die Ecke !

Anschließend wieder gleich runter. Die Bergab- Passagen laufe ich bewusst aktiv, d.h. ich lasse mich nicht in den Schritt fallen sonder laufe lieber ein bisschen schneller aber kraftvoll und kontrolliert. Beim letzten 10km Wettkampf konnte ich viele bei den Gefällen überholen die auf dem Ebenen vorher an mir vorbei gezogen sind.

Ok nun war ich also wieder unten. Was fehlte noch? Richtig Tempo!

Also 2,5km mit einem Schnitt so knapp unter 5min/km. Nicht so schnell, dass man hetzen muss, aber doch schneller als ein gemütliches dahinschlappen. Jetzt waren 9,6 km geschafft, Schnitt so um die 5min/km.

Aber damit war das Laufen noch nicht fertig. Ich hatte mich wieder mit Pia verabredet und zusammen mit Ihr trabten wir noch genau eine Stunde durch den Wald. Fast eben, mitt nur leichten Steigungen liefen wir Richtung Eichelsbachermühle,  drehten und  liefen dieselbe Strecke wieder zurück. Dieses Mal schaffte sie sogar 8,55 km in der Stunde, also noch mal 150m mehr als das letzte Mal und das trotz einer weiteren Stunde Spinning die sie am gleichen Tag zuvor hatte. Ich glaube nun hat sie es gschafft, sie ist eine Läuferin geworden.

So war es für mich ein perfekter Lauftag. Bergablauf für den besseren Laufstil, bergauf für mehr Kraft, ein paar schnelle Kilometer damit man es nicht vergisst und anschließend ein lockerer Lauf im gemütlichen 7er Schnitt zu Auslaufen. Läuferherz was willst du mehr?

Na ja vielleicht ein ganz kleines bisschen wie diese Läuferinnen laufen können. Aber die wiegen ja auch keine 80kg, aber das ist eine andere Geschichte.

9,6km im 5er Schnitt und 8,55km im 7er Schnitt.

Hier das Höhenprofil von meinem  Lauf den ich alleine lief

15.8.08 18:14


Mit Pink Floyd auf der Burg und ein „Trainings-Marathon“

 

Stellt Euch folgende Szene vor:

Ihr steht ganz oben auf einer Burg. Ringsum sind bewaldete Hügel, in den Tälern steigt so langsam der Nebel hoch, während die Sonne untergeht.

Unter Euch im Burghof und nur ca. 6m tiefer und 15m weg ist eine Bühne aufgebaut hinter der der Mond, noch voll, langsam nach oben steigt. Und dann, gerade als es dunkel wird spielt Pink Floyd, bzw. eine Coverband die Echoes, die ersten Stücke spielt. Vom Original wirklich fast nicht zu unterscheiden fangen sie mit  crazy diamond  und  einigen Titeln von  Dark Side of the Moon an. Es war ein Traum! Und als später dann, bei absolut klaren Himmel der Mond begann im Erdschatten zu verschwinden, war es einfach perfekt. Abgesehen davon. dass es schweinekalt war.

Die Band beim Soundcheck 

Dementsprechend musste ich mich wohl ein wenig erkältet haben, denn heute Morgen fühlte ich mich nicht sehr wohl. Irgendwie leicht benebelt halt. Nein ich habe nichts getrunken gestern.

Blick von der Lemberger Burg

 
 

Trotzdem stand ja heute der lange Lauf an. Die ersten 7km lief ich alleine denn ich sollte Hans erst später treffen. Er läuft ja auch nur einen halben, während ich ja das ganze Elend will.

Wider Erwarten liefen dieses mal auch die ersten Kilometer recht gut, was natürlich auch daran lag, dass es keine Höhenmeter gab, sonder teilweise sogar bergab ging.

Nach 7km kam dann Hans dazu. Wir liefen auf der Landstrasse Richtung Walshausen. Diese Straße ist sehr wenig befahren und schön eben. Leider gibt es auch kaum Schatten, was wir noch sehr bereuen würden. Nach ein paar Kilometern bogen wir Richtung Kleinsteinhausen ab, bogen aber bevor es dort bergauf ging, wieder rechts ab. Ab hier war es neues Terrain. Weder Hans noch ich waren jemals hier gewesen. Umso mehr waren wir überrascht wie schön es dort war. Ruck-Zuck waren wir in Frankreich und hier scheint wirklich der Sonntagmorgen in absoluter Ruhe und Gelassenheit begangen zu werden. Ab und zu standen ein paar Leute zusammen, tratschten, lachten aber sonst- Ruhe. Auch die Strecke zwischen den Orten waren wirklich schöne Allen. Allerdings muss man auch den längsten Lauf mal beenden, darum drehten wir dann doch besser um, denn leider mussten wir ja wieder zum Auto zurück. Mittlerweile war es auch richtig heiß und das Laufen wurde beschwerlicher. Der Wind war eingeschlafen die Sonne brannte. Schatten- Fehlanzeige. Getränke, obwohl unterwegs zweimal bei netten Leuten aufgefüllt, leer. Aber alles was nicht tötete –härtet ja ab. Deshalb versuchte ich , was mir auch gelang, das Tempo zu halten. Nach 32,15 km und 2:58, also einem Schnitt von 5:32/km war dann auch Schluss. Für heute Mittag jedenfalls. Der Abend stand ja noch bevor und Pia wollte auch noch laufen.

Deshalb- ausruhen - Olympia schauen und wieder laufen. Man(n) ist ja noch jung.

Mir kam so eine Idee. 32,15 + 10,1 = Marathon. Na ja auf zweimal halt, aber immerhin innerhalb von 8 Stunden. Gesagt getan. Zuerst lief ich bis zu Pias Startpunkt alleine (so 5:15/km) danach folgten drei Intervalle die sie wirklich klasse in 6:25/6:30 und 6:20 lief, dazwischen lockeres Laufen und am Schluss lief ich den letzten fehlenden Kilometer noch mal in 4:45.  Das ergab dann für heute 42,3km!

Außerhalb eines Marathon laufe ich normalerweise nicht so viel, aber heute wären auch 50km drin gewesen. Heute Morgen ein paar Kilometer noch dazu und auch heute Abend war und bin ich nach den 10,15km überhaupt nicht müde. Na ja, nächste Woche vielleicht. Jetzt jedenfalls wird gefaulenzt und…gut gegessen. Habe ich mir ja auch verdient!

Ist der nicht Klasse ??

Die Allee in Frankreich : 
 

Der Weg von ganz,ganz weit oben :


17.8.08 19:42


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