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Kreuzfahrt Südsee

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Das ist Leben

 Zwei Dinge wurden mir heute wieder bewusst:

1.      Es mag sein, dass man in den größeren Städten abends mehr unternehmen kann. Dass das kulturelle Angebot größer, die Kaufhäuser schöner und die Boutiquen eleganter sind. Aber ich vermisse es nicht. Was ich vermissen würde, wäre „meinen“ Wald, die Natur um mich herum, das hügelige Gelände. Ich brauche den direkten Kontakt und nicht via TV.

2.      Es gibt ein schwereloses Laufen

Und das kam so. Nachdem ich heute Mittag  alleine war (meine beiden Frauen fuhren ins Saarparkcenter, einem großem überdachten Einkaufscenter in Neunkirchen)  nutze ich die Zeit zum herumlungern und zu einem kleinen Lauf. Der Wind hatte sich etwas gelegt, der regen hatte aufgehört. Schon auf dem Weg zu meinem heutigen Startpunkt, wurde mir klar, wie viel Wasser und matsch es heute im Wald geben würde. Überall flossen kleinere und größere Rinnsale ins Tal.

Im Tal fing ich nun an zu laufen. In den letzten Wochen hatte man den Bachlauf, der zwangsbegradigt war „renaturiert“ , d.h. alle Pflanzen die eigentlich nicht dahin gehören entfernt, den Bach in Schleifen gelegt und ihn von allem Beton usw. befreit. Im Moment sieht es noch nicht schön aus, aber da das gleiche vor ca. 2 Jahren ein paar Kilometer weiter auch gemacht wurde und es dort nun wunderschön ist, kann ich mir gut vorstellen wie es wird.

Dann kam es wie es kommen musste. Ich ging auf Entdeckungsreise! Mal wieder hatte ich einen neuen Weg entdeckt. Mal wieder war er gerade mal ca.3 km von meinem Heimatort entdeckt. Zugegen er war zuerst schlammig und schwer zu laufen, aber bald sah ich etwas was mich voll entschädigte: Mehrere kleinere Wasserfälle, die sich hintereinander vom Talgrund bis zum Bergrücken zogen. Das sind immerhin alleine ca. 150 Höhenmeter. Vielleicht war es der viel Regen gewesen. jedenfalls fühlte ich mich in einer anderen Welt. In diesem Bereich wird der Wald sich selbst überlassen. Kein Abholzen oder Entfernen von Totholz, keine Wanderwege. Ich beschloss den Wasserfällen bis ganz oben hin zu folgen. Das war kein leichtes Unternehmen. Ersten war es steil, zweitens nass und sehr klitschig, drittens lagen überall Holzstämme kreuz und quer. Auch war die Schlucht zu beiden Seiten sehr eng, so dass ein Ausweichen nicht möglich war. Von beiden Seiten kamen zusätzlich noch kleinere Bäche dazu so dass sich unten alle drei Bäche vereinigten. Aber ich musste da rauf! Ich kletterte, rutschte zurück, fotografierte, bekam nasse Füße, aber ich kam immer mehr nach oben. Es war alles irgendwie unrealistisch. Kein Mensch weit und breit und doch nur ca. 4 km von nächsten Ort entfernt. Herrlich. Ich hoffe ich kann dem einen oder anderen noch die Stelle zeigen, denn so leicht findet man sie nicht. Oben angekommen lief ich dann über Feldwege. Hier erwartete mich auch mein Freund der Wind. Er spielte mit mir. Ich genoss es, einmal geschoben, dann von der Seite bedrängt oder von vorne gebremst zu werden. Es macht einfach Spaß. Ich glaube ich habe dabei richtig gelacht, so gut ging es mir. Auf den Gedanken dass es anstrengend war, kam ich gar nicht. Es lief alles von ganz alleine. Kein Zeitdruck, keine Ahnung wo ich genau war, einfach nur laufen. Ohne Anstrengung, schwerelos. So vergingen die restlichen 4-5 km bis ich leider wieder beim Auto ankam. Diese 9km heute, werde ich bestimmt nicht so leicht vergessen und in der Schlucht der Wasserfälle werde ich noch öfters vorbeischauen.

 

1.3.08 18:52


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Das nennt man dann wohl ein Fahrtspiel

Gerne würde ich hier schreiben, wie toll das Wetter und wie angenehm das Laufen heute war, aber Pustekuchen!

Die ganze Nacht schon hatte der Wind geheult, hatte Regen an die Fenster gepeitscht, ganz so als ob er sagen wollte: Du willst heute Morgen laufen gehen? Bei dem Mistwetter ? Ich werde dir zeigen wer hier der Chef ist!

Trotzdem quälte ich mich raus. Es war ja soo kuschelig im Bett. Und warm. Aber wir sind ja keine Walker!

Ich lief nach einem kleinen Frühstück die ersten 14km alleine, da Hans immer noch nicht fit ist. Allerdings hatte ich es mir leichter vorgestellt. Hatte ich die ersten Kilometer noch Rückenwind, änderte sich das bald und der ständige Regen prasselte mir ins Gesicht. Trotz verschiedener umgestürzter Bäume konnte ich aber einen Schnitt von 5:13/km halten.

Dann traf ich Hans und wir liefen zusammen weiter. Leider hatte er immer noch diese verdammten Luftprobleme so dass wir sehr gemütlich liefen. Nach weiteren 8,7km drehten wir um. Das Laufen war jetzt wirklich nicht  schön. Die Füße, die Beine nass, der Wind drehte Kapriolen und die geraden Stücke zogen sich endlos.

Ich lief alleine zurück um noch ein bisschen Tempo zu machen. Jedoch fiel mir das aber gar nicht leicht. Scheinbar waren die 9km gestern doch keine so gute Idee. Jedenfalls musste ich mich schon quälen  um einen Schnitt von 5:30 zu erreichen. Mehr wäre heute einfach nicht gegangen und mal ehrlich, zu mehr hatte ich auch keine Lust. Jetzt nämlich war das Wetter richtig fies geworden und ich freute mich auf die Couch zu Hause. Insgesamt wurden es heute 31,3 km. Zuerst flott, dann langsam, dann normales Wohlfühltempo. Wie schon oben erwähnt, ein Fahrspiel sozusagen. Auch wenn es ein bisschen lang dafür war.

Nächste Woche steht der Halbmarathon in Kandel an. Ich werde, wenn es die Bedingungen zulassen, versuchen eine neue PB zu laufen. Wie eigentlich bei jedem Wettkampf. Sollte es nicht klappen, dann versuche es halt beim nächsten.

Hier noch zwei Bilder die Hans heute geschossen hat. Sein Kommentar dazu. Wenn ich schon langsam laufe, dann kann ich auch Bilder machen. Seinen Humor hat er also nicht verloren.

2.3.08 15:12


Ja was war denn das bitte ?

 

Heute Morgen 6.45 Uhr. Ich will nicht aufstehen. Der Mann im Radio faselt irgendwas über Schnee. Na und, kann doch ein bisschen fallen.

7.10 Uhr Frühstück. Es schneit. Die ersten Flocken bleiben schon liegen. Wird schon nicht viel werden. Auf meinem Auto habe ich schon die Sommerreifen montiert. Die alten waren fertig und jetzt im Februar wollte ich nicht noch Winterreifen aufziehen.

7.40 Uhr. Ich fahre los. Mein Weg zur Arbeit geht ja zum glück nicht durch die Stadt sondern genau entgegengesetzt von der Stadt weg. Die Schneedecke bei uns ist geschlossen. Fahren ist schwer, aber möglich. Nach weiteren 15 Minuten komme ich in der Firma an. Es schneit immer noch.

9.00 Uhr. Frühstück. Blicke aus dem Büro auf das davor liegende Feld. Es ist weiß. Und es schneit wie verrückt.

12.00 Uhr. Mittagspause. So langsam mache ich mir Sorgen wegen der Heimfahrt, denn es geht ja zuerst den Berg runter und auf der anderen Seite wieder hoch.

14.00 Uhr. Pia ruft mich an, sagt, dass die Straßen total zugeschneit sind. Auch die Bundesstraße.

15.00 Uhr. Ich frage einen Kollegen ob er mich mitnimmt. Er hat Winterreifen!

16.00 Uhr. Endlich zu Hause. Es schneit immer noch. Seit mindestens 7 Stunden ununterbrochen. Soviel Schnee hatten wir den ganzen Winter noch nicht. Vor gerade mal 9 Tagen lief ich mit kurzen Hosen und Achselshirt einen 32km Lauf und jetzt muss ich Schnee schippen.

Mein geplantes Bahntraining fällt ins Wasser, äh…in den Schnee. Dafür geht´s in Studio aufs Laufband. 4km Intervalle, danach eine Stunde Spinning und anschließend noch mal einen richtig knackigen Intervall mit 17,5km/h. War auch nicht schlecht und hat mich auch müde gemacht. Aber ich wäre lieber auf der Bahn gelaufen.

Hoffentlich ist das Wetter am Wochenende in Kandel besser sonst kann ich meinen geplanten Angriff auf meine PB beim Halbmarathon gleich wieder vergessen.

4.3.08 21:37


Für Kathrin !

Sie hatte ja Recht mit ihrem Kommentar Gestern. Laufen auf dem Band bei dem Wetter ist blöd. Und Schnee wollte sie sehen. Nichts leichter als das !

Ich machte mich also heute Abend auf und lief eine 11km Runde. Kaum Höhenmeter (120) und leicht zu laufen. Schnitt 5:15/km. Und...ich habe extra Bilder gemacht, damit sie auch dem Schnee sehen kann.

Obwohl, wer war denn gerade Snowboard fahren ?

Und hier mal wieder was zum Mitraten. Wen oder was erkennt Ihr hier ?

5.3.08 19:52


Danke für deinen Besuch, schön dass du wieder gehst !

Ich habe dich nicht eingeladen. Mache ich nie. Aber du kümmerst dich nicht darum. Pfeifst drauf. Kommst alle paar Wochen am Wochenende vorbei und macht mir das Leben schwer. Und zwar nur am Wochenende. Das einzig positive ist, nach einem Tag gehst du wieder und ich vergesse dich. Bis zum nächsten Mal. Verdränge wie du mich heute Nacht wieder geweckt hast. Ich wollte noch ein bisschen schlafen, mich ausruhen für den morgigen Halbmarathon, aber kein Chance. Wen du da bist, willst du die Hauptperson sein. Und du hast diverse Arten dies durchzusetzen. Bin nur froh dass ich dich so wenig zu sehen bekomme. Warum machst du dass eigentlich? Macht es dir Spaß andere zu quälen? Mir jedenfalls nicht. Ich weiß, so ganz werde ich Dir nie entkommen, aber die Zeiträume zwischen deinen „Besuchen“ werden länger.

Jetzt sitze ich hier, habe mich von meiner eventuellen neuen Bestzeit morgen verabschiedet, habe jetzt doch noch einige Stunden schlafen können, habe nach 4 Tabletten fast keine Schmerzen mehr, die Augen tränen nicht mehr und die Lichtphobie ist auch weg. Wird schon wieder. Werde wohl oder übel mit dir leben müssen, aber daran gewöhnen kann werde ich nicht. Ich werde dich weiter bekämpfen, dich hassen, dich verfluchen, dich versuchen nicht herein zu lassen, mich dann ergeben und auf das Ende deines Besuches warten. Aber wie können Menschen die über 250 Schmerztage im Jahr haben, damit leben?  Meine max. 10 reichen mir schon und sie sind nur am Wochenende. Entspannungsmigräne nennt man dass. Bedeutet, sie kommt nur wenn der Körper zur Ruhe findet. Viel Untersuchungen wurden schon gemacht, nein nicht bei mir, allgemein. Warum Menschen wenn sie in größter Not sind, wie z.B. damals im Krieg, oder in den KZ, keine Migräne kannten. Auch die nicht die sonst immer damit leben mussten. Du scheinst also eine so genannte Wohlstandskrankheit zu sein. Toll, verzichte ich gerne darauf. Nur, ich wurde nicht gefragt. Hört sich auch schön harmlos an. Es gibt Leute die hatten es so schlimm, dass nur der Freitod Linderung verschaffte. Aber so schlimm ist es bei mir lange nicht. Kopfweh, ständiges Tränen der Augen sowie Gähnen ohne Ende, dazu Flucht in ein dunkles Zimmer und nach spätestens einem Tag, ist alles vorbei.

Also lebe ich damit, nehme die paar Tage auf mich und genieße den großen Rest. Und natürlich werde ich Morgen laufen, denn erstens weiß meine Migräne ganz genau, dass sie morgen kein Chance hätte mich zurück zu halten und zweitens lasse ich mir mein Leben nicht diktieren. Und schon gar nicht von einem Wohlstandsleiden!

8.3.08 13:27


Die Frau in Rot, nette Menschen und ein fast verkorkstes Wochenende in Kandel

Für alle die es nicht gelesen haben vorab ein Info. Von Freitag auf Samstag hatte ich dermaßen Migräne, dass ich schon den HM in Kandel heute absagen wollte. Erst gegen 12 Uhr kam ich aus dem Bett gekrochen. Die vielen Tabletten allerdings hatten mein Verdauungssystem heftig durcheinander gebracht, so dass an normale Nahrungsaufnahme nicht zu denken war. Trotzdem gingen wir noch am Samstagabend kegeln. Diese 3 Stunden brachte ich mehr schlecht  wie recht, hinter mich. Die heutige Nacht verlief dann wieder ruhig, so dass ich doch noch auf eine einigermaßen gute Zeit heute hoffen konnte. Die äußeren Bedingungen waren optimal. Die Sonne schien, es war wunderbar kühl, aber auch nicht so kalt, dass man nicht mit kurzen Hosen und T-Shirt laufen konnte.

Erartungsgemäß war in Kandel sehr viel  los. Einen Parkplatz zu finden wurde zur Geduldprobe. Als ich mich in eine enge Parklücke reingequetscht hatte, öffnete eine ältere Dame dir dort wohnte die Tür. Ich fürchtete schon, dass ich irgendwie vor ihrer Einfahrt geparkt hätte, aber nichts da, denn sie sagte nur: „Wollen sie sich nicht vor meine Garage stellen, ich fahre gerade raus und dann wäre der Platz frei?“

Wow, das war mal eine wirklich nette Dame! Sie zeigte mir wo die Garage war (es war eine sehr große Villa)  und ich nahm dankbar an.

Vor dem Start traf ich noch ein paar Läufer aus dem LA- Forum, doch leider war die Zeit zu kurz um sich länger zu unterhalten. Besonders gefreut habe ich mich über Miatara und seien Frau die ich schon öfters bei Läufen kenne lernen durfte. Auch Frank und seien Frau aus Landau traf ich noch vorher und ein paar Sprüche wurden auch noch schnell gewechselt.  Letztes Jahr liefen wir zusammen den Frankfurt Marathon und auch bei der Winterlaufserie in Rheinzabern trafen wir uns öfters.

Der linke Oberschenkel fühlte sich mies an, wahrscheinlich durchs Kegeln gestern. Ich weiß nicht wie viel Würfe es waren aber jedes Mal in den Ausfallschritt, ist doch anstrengender als man denkt. Aber ich wollte ja nur einigermaßen ankommen.

Peng, es ging los. Ich kannte die Strecke noch halbwegs vom letzten Jahr, und so wusste ich dass sie fast topfeben war. Den ersten Kilometer legte ich in 4:38 zurück also eigentlich für mich eine gute Zeit. Doch der linke Oberschenkel wollte nicht so richtig. Rund lief ich noch lange nicht. Obwohl die nächsten Kilometer mit 4:40 und 4:43 noch so einigermaßen waren. Der FR zeigte mir jetzt schon einen Rückstand zur geplanten Zielzeit an. Mein bisherige Bestzeit über den HM konnte ich letztes Jahr Kandel erlaufen. 1:40:09 standen immer noch an. Unter 1:40 wollte ich dieses Jahr auf jeden Fall bleiben. Nur ob das heute reichen würde war fraglich. Zu wenig gegessen, zu viel Tabletten und zu müde.

Egal die nächsten Kilometer liefen wider Erwarten besser, so dass ich die 10 km nach 46:33 erreichte. Zum Hochrechnen für eine Endzeit war ich zu kaputt. Ich nahm es wie es kam. Da sah ich sie zum ersten Mal, kurz vorm Wendepunkt kam sie mir entgegen : Die Frau in rot. Durch ihr rotes T-Shirt fiel sie sofort auf und ich dachte bei mir „Wenn du sie noch einholen kannst, reicht dass evtl. für die 1:39:xx !“

Also langsam mal einen Schritt schneller gemacht. Jetzt kamen meine besten Kilometerzeiten. Ständig zwischen 4:34 und 4:39. Doch ich kam keinen Schritt näher. Egal was ich machte sie war immer ca. 30m vor mir. Aber ich wollte dran bleiben. Dann bei Kilometer 15, verrinderte sich der Abstand, doch vorbei kam ich nicht. Aber bei km 16 war es dann soweit. Ich zog vorbei. Allerdings wurde es jetzt so richtig schwer. Zwar überholte ich jetzt noch viele Läufer aber ich kämpfte um jede Sekunde, Die Beine, der Kopf protestierten, flüsterten mir zu „ Mach doch einen Kilometer langsam, es reicht doch wenn du gut ins Ziel kommst. Ich wollte aber nicht gut ins ziel kommen ich wollte endlich diese verdammte 1:40 unterbieten!

Da, plötzlich bei km 18 oder 19 kam das rote Shirt wieder vorbei. Und sie lief locker gleich einen Vorsprung von ca. 20-30 m raus. Uff, das war deprimierend. Aber wenigstens konnte ich den Abstand bis ins Stadion, wo noch eine Runde zu laufen war halten. „ Hmm, Ähem, Beine könnte ihr noch einmal einen Spurt anziehen, ich meine nicht lange so 150-200m? Ja ? Prima ! Also Gas !

Und ich kam näher. Ich schnaufte, stampfte, doch Schritt für Schritt kam ich ran. Noch 100m. Sie musste mich gehört haben, kein Wunder, denn auch sie beschleunigte. Verdammter Mist aber auch ! Woher hat sie nur die Luft? Aufgeben, nein kam nicht in Frage, bisher hatte ich noch keinen Schlussspurt verloren und tatsächlich, maximal 15 m vor dem roten Zielteppich überholte ich sie. Aus, vorbei, nur noch hinlegen. Ich muss erbärmlich ausgesehen haben, denn ein älterer Herr, vom veranstalteten Verein kam und fragte mich ob er mir was zu trinken bringen könne, ich sollte so lange sitzen bleiben. Es war mir überhaupt nicht peinlich, ich war zu fertig. Die Frau in rot stand schon wieder.  Ich raffte mich auf, ging hinüber und bedankte mich bei Ihr, dass sie mich so viele Kilometer gezogen hatte. Auch sie sagte mir, als ich bei km 16 an ihr vorbei zog, dass sie mich unbedingt noch überholen wollte. So hatte jeder den anderen ins Ziel gezogen Wir wechselten noch ein paar Sätze, dann schaute ich auf die Uhr. 1:38:31. Ok. Was ??? Wie dass denn ? War ich dieses Mal nicht eingebrochen ? Nein ich brauchte für die zweiten 10 km sogar 15 Sekunden weniger als für die ersten und den letzten konnte ich sogar mit 4:28 beenden!

Jetzt ging es mir wieder gut. Vergessen, die Migräne, das ständige Bauchgrummeln, der linke Oberschenkel, alles egal. Endlich hatte ich meine PB unter 1:40 gedrückt. Ohne groß darüber nachzudenken, wenn ich keine Migräne gehabt hätte, nicht gestern Abend noch gekegelt hätte, bessere Vorbereitung usw. Ich genieße es einfach.

Die Kilometer stimmen nicht ganz, da der Forerunner die Strecke als ca. 120 m zu lang anzeigte.

 

9.3.08 16:00


Kurz und knapp

Vor meinen heutigen Eintrag möchte ich mich für eure zahlreichen Kommentar zu meinem HM bedanken. Da macht das bloggen (und laufen) doch gleich viel mehr Spaß. Vielen lieben Dank an Euch.

Jetzt aber zu einem neuen Thema.

 Zwischen Freunde braucht es manchmal keine großen Worte oder viel Plapla. Bestes Beispiel gestern nach dem Halbmarathon. Hans war ja nicht dabei, er hat sich lieber auf der Touristikmesse in Berlin von den schönen Mädchen bedienen lassen.

Also nach dem Lauf ein SMS an ihn. Text:

Neue PB !

Antwort von ihm :

Wieviel?

Antwort von mir :

1:38:31

 Seine Antwort :

Alla!

(bedeutet so viel wie: na hat ja geklappt)

 

Damit war alles gesagt. Männer sind so. Mit kurzen präzisen Worten drücken sie alles wesntliche aus. Erinnert irgendwie an die Neusprache in "1984" dem Buch von George Orwell.

10.3.08 19:20


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